Philosophie

 

Nach den Grundsätzen des biologischen Landbaus erfolgt die Bewirtschaftung des Hofes. Das heißt, dass wir die natürlichen Kreisläufe der Natur nutzen werden und vollständig auf synthetische Pflanzenschutzmittel sowie künstliche Düngemittel verzichten.

Nur natürliche Hilfsmittel werden verwendet, Unkrautbekämpfung mit Maschinen oder durch Kulturpflanzen, die den Boden schnell bedecken und beispielsweise hofeigenem Stallmist zur Düngung, Leguminosen - oder Gründüngung und Kompost aus der hofeigenen Substratherstellung.

 

Der Aufwuchs der Pflanzen, das Gedeihen der Tiere erfreut nicht nur uns. Bei Auftauchen von Schädlingen, Unkraut oder Krankheiten aber weicht die Freude und um diesen Widrigkeiten beizukommen, setzen wir vorbeugende Maßnahmen ein, auch so genannte natürliche Feinde zur Bekämpfung von Schädlingen z.B. Marienkäfer gegen Blattläuse, Schlupfwespen gegen Milben.

Vorbeugendes Handeln heißt auch Vielfalt bewahren, auf ökologischer Basis vorbeugenden Pflanzenschutz betreiben, für lebendigen Boden sorgen und allen Tieren am Hof eine artgerechte Haltung mit Freilauf, Tageslicht und natürlicher Einstreu im Stall angedeihen lassen.

 

In dem wir dann verschiedene Betriebszweige führen und im Obst- und Gemüsebau verschiedenste Pflanzen und Kulturen anbauen, realisieren wir biologische Vielfalt auf verschiedene Art. Wir pflanzen beispielsweise mehrere Beerenarten, auch dort wo zuvor nichts Vergleichbares vorhanden war und von den meisten Arten gleich mehrere Sorten. Diese Vielfalt bietet Menschen und der Tierwelt eine echte Bereicherung.

 

Das Anlegen von Ackerrandstreifen, Hecken, Sträuchern und Gebüschen als Lebensraum für Singvögel ist für uns genauso eine Selbstverständlichkeit und natürlich lehnen wir als ökologisch denkende Menschen Gentechnik strikt ab. Unser Handeln dient dem Interesse gesundheitsbewusster Konsumenten, verbunden mit einer größtmöglichen Schonung der Umwelt.

 

Bei allem, was wir tun, ist es auch entscheidend, dass es uns Freude macht. Wir wollen z.B. morgens in den Stall gehen können und gesunde Tiere vorfinden die sich bei uns wohl fühlen. Nicht maximale Leistung oder maximaler Profit, sondern ein Maximum an Gesundheit und Wohlbefinden für Mensch und Tier haben für uns oberste Priorität. Natürlich freuen wir uns, wenn unsere Tiere gut gedeihen, die Schweine, Gänse und Enten an Gewicht zulegen, die Hühner viele Eier legen, die Lämmer sich gut entwickeln und die Schafe und Ziegen viel Milch geben und wir glauben fest daran, dass dies Folgen artgerechter Haltung und Fütterung, natürlich auch sorgsamer Behandlung sind.

 

Bei der Fütterung unserer Tiere verzichten wir auf den Einsatz von Soja, weil es sich dabei häufig um genmanipuliertes Soja handelt, (Monsanto sei Dank) weil Soja meistens aus Übersee stammt und es gute einheimische Alternativen wie Ackerbohnen, Erbsen oder Raps gibt. Gleichfalls keine Düngung mit mineralischem Dünger, kein Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel und auch garantiert kein Verfüttern von Antibiotika und Leistungsförderern.

 

Unsere Produkte werden hochwertiger als das sein, was sie im Supermarkt kaufen können. Käse und andere Milchprodukte werden ohne künstliche Aromen und Konservierungsstoffe aus überwiegend unbehandelter Rohmilch von eigenen am Biohof-Elbtal gemolkenen Tiere hergestellt.

Und nicht, wie es EU-zulässig, z.B. Milch von Tieren aus den Niederlande gemolken, diese per Tankwagen nach Frankreich transportiert und von dort als"französische" Käsespezialitäten gefertigt, nach Deutschland exportiert wird.

 

Auch die anderen am Biohof erzeugten Produkte haben einen hohen gesundheitlichen Wert zu einem für jeden erschwinglichen Preis. Die Suche nach einem gerechten Preis wird in erster Linie nicht von den herrschenden Marktwerten bestimmt. Sie hat sich vielmehr an den Lebensbedingungen und finanziellen Möglichkeiten der Verbraucher zu orientieren, allerdings müssen sie gleichermaßen auch uns als Erzeuger gerecht werden.

 

Wir sind nicht nur überzeugt, mit der ökologisch ausgerichteten Wirtschaftweise einen Beitrag zur Erhaltung unseres Lebensraumes zu leisten. Wir denken auch, dass gerade einhergehend mit der Schaffung von Jobs, bevorzugt an Alleinerziehende und Familien mit Kindern sowie Älteren (50+) die Region genauso ihren Nutzen haben wird.

 

Nachtrag

"Geiz ist geil" ist der völlig falsche Ansatz, wenn es ums Essen geht.

Niemand würde für ein teures Auto ein dubioses Benzin tanken und dies darf uns bei dem Essen auch nicht egal sein!