Büffelkuh Helga

Büffelkuh Helga wird mit Anfangs ca. 99 anderen Artgeschwistern täglich ca. insgesamt 900 bis 1.000 Liter erstklassige sämige Milch liefern, aus der dann in der modern eingerichteten Biohof-Käserei  einen wunderbaren Mozzarella hergestellt wird, der den Original-Produkten aus Italien in nichts nachsteht. Das, weil auch ein Käser im Austausch direkt aus Kampanien für die ersten 6 Monate, oder auch länger am Biohof arbeiten und die hiesigen Käser in die Machart des Mozzarellas samt der anderen Erzeugnisse die aus Büffelmilch hergestellt, einweisen wird. Um den Tieren den Stress des zweimaligen Eintriebs von der Weide zum Melkstand am Hof zu ersparen werden sie in einer mobilen Melkanlage die direkt auf die Weide fährt, gemolken. 

Zum besseren Verständnis gibt es hier ein YouTube-Video: https://youtu.be/33yYs-HZP-E

 

Dieses mobile Melkstand wird einfachheitshalber nach auch noch von den ca. 20 Milchkühen genutzt, nicht zu verwechseln mit den Mutterkühen, die, außer im Winter, genauso tagsüber mit auf der Weide sind. Im Winter sind sie am Biohof in einem mit reichlich Stroh eingestreuten Laufstall und werden dort von dieser mobilen Melkanlage die dann in einer Folienhalle untergebracht ist, zweimal täglich gemolken. Der am Biohof vorhandene stationäre Melkstand wird ausschließlich von den Milchschafen und Milchziegen genutzt. 

 

Als Fütterung erhalten sie ausschließlich Bioheu und ab und zu Stroh als extra Raufutter und ausser übriges Gemüse das nicht mehr verkauft werden kann, sonst nichts. Kleine Getreidezugaben gibt es quasi als Leckerli nur um das melken lassen schmackhaft zu machen.

Die 20 extra Milchkühe deshalb, um nicht nur die Kälber nach dem Absetzen mit guter Milch statt Milchaustauscher zu versorgen. 

Wird die Bio- Kuhmilch dort nicht mehr benötigt, wird ein Teil zu Käse aus Biomilch oder auch Heumilch genannt, verarbeitet. Ein Teil davon wird direkt ab Hof verkauft, ein anderer Teil pasteurisiert und in Flaschen abgefüllt und in den Naturkostläden angeboten.

 

Das Besondere an der Büffelhaltung am Biohof-Elbtal im Vergleich zu den Betrieben in Kampanien ist, dass auch männliche Büffelkälber ihre Wertschätzung erhalten und zumindest bis zum 6. Lebensmonat, gegebenenfalls auch etwas länger in einer gleichaltrigen Gruppe ihr Kalb sein leben können bis auch für sie der unvermeidliche Gang zum Biohof-Schlachter ansteht um zu Wurstwaren verarbeitet zu werden.

Wir gehen sogar soweit, anderen Büffelhaltern ihre männlichen Büffelkälber abzunehmen, sofern sie mit ihnen nichts anzufangen wissen.

Nebenbei bemerkt: In der Mozzarellaregion Kampanien überleben diese männlichen Büffelkälber nicht mal eine Woche. Sie werden gleich nach der Geburt als nutzlos entsorgt, werden erschlagen, oder durch verhungern sich selbst überlassen und da werden wir andere Wege gehen.